Inhalt · 10 Abschnitte
- Wie reinigt man Haushaltsgeräte richtig und schonend?
- Warum lohnen sich Hausmittel statt chemischer Reiniger?
- Die 5 Basis-Reiniger für alle Haushaltsgeräte
- Kühlschrank und Gefrierschrank reinigen: Strom sparen durch Pflege
- Waschmaschine reinigen: Trommel, Dichtung und Filter
- Geschirrspüler reinigen: Siebe, Sprüharme, Kalk
- Backofen, Mikrowelle und Dunstabzugshaube gründlich reinigen
- Wie reinigt man Haushaltsgeräte regelmäßig? Intervalle im Überblick
- Typische Fehler bei der Reinigung mit Hausmitteln
- Fazit: Sauber, sparsam und langlebig mit wenigen Hausmitteln
Der Kühlschrank summt verdächtig laut, im Gefrierfach hat sich eine fingerdicke Eisschicht gebildet, und die Waschmaschine riecht nach dem Öffnen der Tür muffig. In genau diesem Moment steht im Schrank meist ein ganzes Arsenal an Spezialreinigern, und keines davon fühlt sich richtig an. Wie reinigt man Haushaltsgeräte also so, dass sie sauber werden, länger halten und dabei weder Oberflächen noch Umwelt leiden?
Die Antwort ist einfacher als das Regal voller Chemie vermuten lässt. Für fast alle Geräte in Küche und Haushalt reichen fünf Hausmittel aus, die du richtig dosiert und am richtigen Ort einsetzt. Dieser Ratgeber zeigt dir, wie du Haushaltsgeräte richtig reinigst, welche Mittel zu welchem Schmutz passen, welche Intervalle sinnvoll sind und wo die typischen Fehler lauern, die teuer werden können. Dazu bekommst du belegte Zahlen zu Stromverbrauch und Abwasserbelastung, denn sauber putzen und sparsam wohnen hängen direkt zusammen.
Zusammenfassung: Haushaltsgeräte richtig reinigen
- Grundregel: Vor jeder Reinigung den Stecker ziehen, milde Mittel und weiche Tücher verwenden, Herstellerhinweise beachten.
- Hausmittel statt Chemie: Zitronensäure gegen Kalk, Natron gegen Fett und Gerüche, Essig nur verdünnt und nicht auf Gummi.
- Strom sparen: Eine Eisschicht von einem Zentimeter im Gefriergerät kann den Stromverbrauch um bis zu 15 Prozent erhöhen.
- Intervalle: Wöchentlich Siebe und Mikrowelle, monatlich Kühlschrank, halbjährlich entkalken und abtauen.
Wie reinigt man Haushaltsgeräte richtig und schonend?
Die wichtigste Regel beim Reinigen von Haushaltsgeräten lautet: Strom aus, mildes Hausmittel, weiches Tuch, Herstellerhinweise beachten. Wer diese vier Punkte einhält, kann kaum etwas falsch machen und riskiert weder Kratzer noch Garantieverlust.
Vor jeder Reinigung trennst du das Gerät vom Stromnetz. Bei Kühlschrank und Gefrierschrank heißt das Stecker ziehen, beim Backofen reicht das Ausschalten an der Sicherung, wenn du gründlich arbeiten willst. Wasser und Strom vertragen sich nicht, und Feuchtigkeit in Bedienelementen ist eine der häufigsten Ursachen für Elektronikschäden.
Für die Reinigung selbst gilt: So wenig wie möglich, so viel wie nötig. Ein weiches Mikrofasertuch, lauwarmes Wasser und ein Spritzer Spülmittel lösen die meisten Verschmutzungen. Erst wenn das nicht reicht, kommen Zitronensäure, Natron oder Essig zum Einsatz. Die Bedienungsanleitung deines Geräts sagt dir außerdem, welche Mittel der Hersteller freigibt. Diese Angaben sind auch für die Garantie relevant, denn Schäden durch ungeeignete Reiniger sind häufig ausgeschlossen.
Wie reinigt man Haushaltsgeräte, ohne sie zu beschädigen?
Du schützt deine Geräte, indem du auf drei Dinge verzichtest: Scheuermittel auf empfindlichen Oberflächen, unverdünnte Säuren auf Gummi und Drahtschwämme überall. Edelstahlfronten putzt du immer in Richtung der Schleifstruktur, Glaskeramik nur mit dafür vorgesehenen Klingen oder weichen Tüchern. Displays und Touchfelder wischst du mit einem kaum feuchten Tuch ab, niemals nass und niemals mit direkt aufgesprühtem Reiniger. Sprühe das Mittel immer auf das Tuch, nie auf das Gerät. So verhinderst du, dass Flüssigkeit in Fugen und Bedienelemente läuft.
Warum lohnen sich Hausmittel statt chemischer Reiniger?
Hausmittel lohnen sich dreifach: Sie entlasten das Abwasser, kosten nur einen Bruchteil von Spezialreinigern und erfüllen dieselbe Aufgabe bei den meisten Verschmutzungen in Haushaltsgeräten.
Was bewirken Spezialreiniger im Abwasser?
Die Menge ist beträchtlich: Laut Umweltbundesamt kaufen private Haushalte in Deutschland jährlich rund 1,5 Millionen Tonnen Wasch- und Reinigungsmittel, deren Inhaltsstoffe größtenteils über das Abwasser entsorgt werden. Tenside, Duftstoffe und Konservierungsmittel landen in Kläranlagen und teilweise in Gewässern. Jeder Spezialreiniger, den du durch Zitronensäure oder Natron ersetzt, reduziert diese Belastung ein Stück. Ähnlich wie beim schonenden Reinigen von Fensterrahmen gilt: Das milde Mittel reicht fast immer, das aggressive selten.
Sparen Hausmittel wirklich Geld?
Ja, und zwar spürbar. Ein Kilogramm Zitronensäurepulver kostet im Handel nur wenige Euro und reicht für Dutzende Entkalkungsgänge, während flüssige Spezialentkalker pro Anwendung deutlich teurer sind. Natron und Soda bekommst du für Centbeträge pro Einsatz. Rechnest du über ein Jahr, liegen die Ersparnisse eines typischen Haushalts bei den Reinigern für Geräte und Küche im zweistelligen Eurobereich, ohne dass du auf Sauberkeit verzichtest.
Die 5 Basis-Reiniger für alle Haushaltsgeräte

Für die Reinigung aller Haushaltsgeräte brauchst du nur fünf Mittel: Zitronensäure, Essig, Natron, Soda und Kernseife. Damit ersetzt du einen ganzen Schrank voller Spezialchemie.
Definition: Basis-Reiniger
Basis-Reiniger sind wenige, vielseitig einsetzbare Mittel, mit denen sich nahezu alle Verschmutzungen im Haushalt lösen lassen. Sie ersetzen spezialisierte Produkte für jedes einzelne Gerät und reduzieren so Chemikalieneintrag und Kosten.
Zitronensäure
Löst Kalk in Wasserkocher, Waschmaschine und Spülmaschine. Schonender zu Dichtungen als Essig.
Natron
Wirkt gegen Fett, eingebrannte Rückstände und Gerüche, ideal für Backofen und Kühlschrank.
Essig, Soda, Kernseife
Essig verdünnt gegen Kalkablagerungen, Soda gegen starkes Fett, Kernseife als milde Universalreinigung.
Welches Hausmittel passt zu welchem Schmutz?
Die Zuordnung folgt einer einfachen Logik: Säure löst Kalk und mineralische Ablagerungen, Basen lösen Fett und Eiweiß. Zitronensäure und Essig gehören zur ersten Gruppe, Natron, Soda und Kernseife zur zweiten. Beim Organisieren deiner Küche lohnt es sich, genau diese fünf Mittel griffbereit zu lagern, dann brauchst du nicht für jedes Gerät ein eigenes Fläschchen.
| Hausmittel | Wirkt gegen | Typische Geräte | Vorsicht bei |
|---|---|---|---|
| Zitronensäure | Kalk, Wasserflecken | Wasserkocher, Waschmaschine, Spülmaschine | Überdosierung bei emaillierten Teilen |
| Essig (verdünnt) | Kalk, leichte Fettfilme | Kaffeemaschine, Oberflächen | Gummidichtungen, Naturstein |
| Natron | Fett, Gerüche, Eingebranntes | Backofen, Kühlschrank, Mikrowelle | Aluminium kann dunkel anlaufen |
| Soda | Starkes Fett, verharzte Reste | Dunstabzugsfilter, Backblech | Nicht auf Aluminium und empfindlichen Lacken |
| Kernseife | Allgemeiner Schmutz, Pflege | Oberflächen, Dichtungen (mild) | Fast keine, sehr verträglich |
Wie dosiert man Essig, Natron und Zitronensäure?
Die richtige Dosierung entscheidet über Wirkung und Materialsicherheit. Zitronensäure löst du zum Entkalken als einen Esslöffel Pulver auf einen Liter warmes Wasser auf, beim Wasserkocher genügt oft ein Teelöffel auf eine Füllung. Essigessenz verdünnst du mindestens im Verhältnis eins zu vier mit Wasser, Haushaltsessig kannst du eins zu eins nutzen. Natron rührst du für den Backofen mit wenig Wasser zu einer streichfähigen Paste an. Mehr hilft hier nicht mehr, denn Überschüsse musst du später mühsam abspülen.
Kühlschrank und Gefrierschrank reinigen: Strom sparen durch Pflege
Ein sauberer Kühlschrank ist nicht nur hygienischer, er verbraucht auch weniger Strom. Ablagerungen am Lüftungsgitter und Eis im Gefrierfach zwingen den Kompressor zu Mehrarbeit.
Kühlschrank richtig reinigen: Innenraum, Tauwasserablauf, Lüftungsgitter
Wenn du deinen Kühlschrank richtig reinigen willst, gehst du in drei Schritten vor. Zuerst räumst du ihn komplett aus und prüfst die Lebensmittel auf Haltbarkeit. Dann wischst du Innenraum, Abstellfächer und Glasplatten mit warmem Wasser und einem Spritzer Essig oder etwas Natron ab. Das desodoriert und löst Fettfilme. Zum Schluss widmest du dich den zwei vergessenen Stellen: dem Tauwasserablauf an der Rückwand innen, den du mit einem Wattestäbchen oder einem Pfeifenreiniger freihältst, und dem Lüftungsgitter samt Kondensatorschlangen an der Geräterückseite. Staub dort wirkt wie eine Wärmeschicht und lässt den Kompressor länger laufen. Ein Staubsauger mit Fugendüse erledigt das in zwei Minuten.
Die Türdichtung reinigst du mit mildem Seifenwasser und trocknest sie gründlich ab. Prüfe gleich mit, ob sie noch überall anliegt. Eine undichte Dichtung lässt warme Luft eindringen und treibt den Verbrauch spürbar hoch.
Warum kostet eine Eisschicht im Gefrierfach Strom?
Eis isoliert. Bildet sich eine Schicht zwischen Verdampfer und Innenraum, muss der Kompressor deutlich länger arbeiten, um die Zieltemperatur zu erreichen. Schon eine Eisschicht von einem Zentimeter erhöht den Stromverbrauch laut Verbraucherzentrale Baden-Württemberg um bis zu 15 Prozent. Bei einem älteren Gerät mit 300 Kilowattstunden Jahresverbrauch wären das bis zu 45 zusätzliche Kilowattstunden.
Ein Zentimeter Eis im Gefrierfach kann bis zu 15 Prozent mehr Strom kosten. Rechne das auf den Strompreis hoch, und das regelmäßige Abtauen ist eine der einfachsten Sparmaßnahmen im Haushalt.
Zum Abtauen räumst du das Gerät leer, ziehst den Stecker und stellst eine Schüssel mit heißem Wasser hinein. Keinesfalls mit Messer oder Spachtel am Eis kratzen, denn ein beschädigter Verdampfer bedeutet meist das Gerätende.
Waschmaschine reinigen: Trommel, Dichtung und Filter
Wenn du die Waschmaschine reinigen willst, zählt die Routine nach dem Waschen mehr als ein spezieller Reiniger. Die Verbraucherzentrale führt muffigen Geruch vor allem auf Restfeuchte, Biofilm und seltene Heißwäschen zurück – nicht auf fehlende Zitronensäure.
Nach jedem Waschgang nasse Wäsche nicht in der Trommel liegen lassen. Wische die Rillen der Gummidichtung und das Waschmittelfach trocken und lass Tür und Fach offen, bis alles getrocknet ist. Das Flusensieb sitzt in der Regel vorn hinter einer Abdeckung; öffne es bei ausgeschaltetem Gerät, stelle ein flaches Gefäß darunter und hole Flusen, Münzen und Haarklammern heraus. Manche neueren Maschinen haben kein Flusensieb mehr, dann gilt die Bedienungsanleitung.
Etwa einmal im Monat sollte eine Weißwäsche bei 60 Grad mit pulverförmigem Vollwaschmittel laufen. Dasselbe raten Verbraucherzentrale und VerbraucherService Bayern: Der Sauerstoffbleicheanteil im Pulver entfernt Reste und mindert Keime. Ein extra Waschmaschinenreiniger ist dann meist überflüssig. Wer nur bei 30 oder 40 Grad wäscht, braucht diesen Heißgang trotzdem.
Essig gehört nicht an die Dichtungen. Die Verbraucherzentrale warnt ausdrücklich davor, weil Essig Gummi porös machen kann. Gegen sichtbaren Schimmel im Waschmittelfach hilft Allzweckreiniger, danach gründlich nachspülen und trocknen. Zitronensäure ist ein Entkalker, kein Allzweck-Maschinenreiniger. Die Verbraucherzentrale hält separates Entkalken bei richtiger Waschmitteldosierung oft für unnötig. Wenn Kalk trotzdem stört, gilt die Herstelleranleitung. Die Verbraucherzentrale Hamburg warnt laut ZDF davor, Zitronensäure bei hohen Temperaturen einzusetzen, weil sich unlösliches Calciumcitrat bilden und Leitungen verstopfen kann.
Geschirrspüler reinigen: Siebe, Sprüharme, Kalk
Wenn du den Geschirrspüler reinigen willst, beginnst du am Boden des Innenraums, nicht mit einem Tab. Das Sieb drehst du heraus, spülst es unter fließendem Wasser ab und bürstest feste Reste mit einer alten Zahnbürste los. Wöchentlich reicht hier meist ein kurzer Blick, monatlich die gründliche Reinigung. Die Sprüharme ziehst du ab und prüfst die Düsen: Verkalkte Öffnungen stocherst du mit einem Zahnstocher frei, dann spülst du die Arme durch. Die Türdichtung und den Rahmen am Boden, dort wo sich gern ein Schmierfilm bildet, wischst du feucht aus – mit mildem Spülmittel, nicht mit unverdünntem Essig.
Zum Entkalken ist Zitronensäure nur die zweite Wahl nach der Herstellerangabe. Sie löst Kalk, kann aber bei hohen Temperaturen mit dem Kalk schwer lösliches Calciumcitrat bilden. Deshalb keinen Leergang auf dem heißesten Programm mit Zitronensäure starten. Gummi und Kunststoff der Dichtungen sparst du aus. Essig greift Dichtungen an; wenn der Hersteller einen Maschinenpfleger oder ein Pflegeprogramm vorsieht, hat das Vorrang vor jedem Hausmittel.
Geschirrspüler reinigen, Schritt für Schritt:
- Sieb herausdrehen und unter Wasser abbürsten.
- Sprüharme abnehmen, Düsen mit Zahnstocher freimachen.
- Dichtung und Bodenrahmen feucht auswischen, trocknen lassen.
- Nur wenn Kalk stört: Entkalken nach Bedienungsanleitung, Zitronensäure nicht im Intensiv- oder Hochtemperaturprogramm.
Backofen, Mikrowelle und Dunstabzugshaube gründlich reinigen

Backofen, Mikrowelle und Dunstabzugshaube reinigst du am effektivsten mit Natron gegen Fett und Dampf zum Anlösen. Ganz ohne ätzende Sprays und ohne Atemwege zu belasten.
Backofen reinigen mit Natronpaste
Den Backofen reinigen heißt: Lauge gegen Fett, nicht Säure gegen Kalk. Das Kompetenzzentrum Hauswirtschaft ordnet Natron als milde Base ein, die Fett und Eiweiß löst. Essig und Zitronensäure sind Säuren und deshalb der falsche Ansatz für eingebranntes Fett. Bayern 1 fasst dasselbe so zusammen: Im Ofen brauchst du eine Lauge, keine Säure.
Rühre drei Esslöffel Natron mit wenig Wasser zu einer streichfähigen Paste und trage sie auf die verschmutzten Flächen auf. Nicht auf die Heizstäbe und nicht auf die Lüfteröffnungen. Mindestens 20 bis 30 Minuten einwirken lassen, bei starken Krusten über Nacht. Danach den gelösten Schmutz mit einem feuchten Tuch herauswischen. Das Schäumen, wenn danach etwas verdünnter Essig folgt, ist vor allem Kohlendioxid: Base und Säure neutralisieren sich, die Reinigungswirkung kommt vom Natron vorher, nicht von der Show. Backbleche legst du für eine Stunde in heißes Wasser mit einem Esslöffel Soda; Soda wirkt stärker basisch, deshalb Handschuhe tragen und Aluminium meiden. Wer einen Selbstreinigungsmodus (Pyrolyse) hat, sollte wissen: Er funktioniert, verbraucht aber pro Durchlauf spürbar Strom und ist für eingebrannte Fettecken oft gar nicht nötig.
Reinige den Backofen nach dem Backen, solange er noch handwarm ist. Frische Fettspritzer lösen sich mit einem feuchten Tuch und einem Tropfen Spülmittel fast von selbst, bevor sie einbrennen.
Wie wird der Fettfilter der Dunstabzugshaube sauber?
Den Metallfettfilter der Dunstabzugshaube löst du aus der Halterung und weichst ihn zwanzig Minuten in heißem Wasser mit einem Esslöffel Soda ein. Der Fettfilm löst sich fast von allein, Reste bürstest du ab. Viele Metallfilter sind spülmaschinengeeignet, prüfe das in der Anleitung. Ein verfetteter Filter schwächt die Saugleistung deutlich und ist bei offener Flamme ein echtes Sicherheitsrisiko. Für empfindliche Metallteile an Armaturen oder Beschlägen findest du übrigens auch in unserem Ratgeber zum Messing reinigen schonende Methoden, die ohne Scheuermittel auskommen.
Haushaltstipps putzen: Mikrowelle, Wasserkocher, Bügeleisen
Mikrowelle, Wasserkocher und Bügeleisen gehören zu den am häufigsten vergessenen Geräten. Für die Mikrowelle stellst du eine Schüssel mit Wasser und einem Schuss Essig hinein und lässt sie fünf Minuten auf höchster Stufe laufen. Der Dampf löst die Spritzer, du wischst nur noch nach. Der Wasserkocher bekommt eine Füllung Wasser mit einem Teelöffel Zitronensäure, aufkochen, zwanzig Minuten stehen lassen, ausspülen. Beim Bügeleisen hilft das Entkalkungsprogramm des Herstellers mit Zitronensäurelösung; eine verkrustete Bügelsohle reinigst du mit Natronpaste auf dem kalten Gerät und polierst sie trocken.
Wie reinigt man Haushaltsgeräte regelmäßig? Intervalle im Überblick
Haushaltsgeräte regelmäßig reinigen heißt: kleine Einheiten oft statt Großaktion selten. Wöchentlich kommen Siebe und Mikrowelle dran, monatlich Kühlschrank und Waschmaschinen-Leerlauf, halbjährlich Entkalken und Abtauen.
Ein fester Rhythmus mit kurzen Einheiten von fünf bis fünfzehn Minuten je Gerät hält den Aufwand überschaubar und verhindert, dass sich Verschmutzungen erst festsetzen. Gerade die kleinen Pflegeschritte, wie das Auswischen der Dichtung nach dem Waschen oder das Freihalten des Tauwasserablaufs, kosten kaum Zeit und ersparen dir später die aufwendige Grundreinigung.
Checkliste: Dein Putzplan für Haushaltsgeräte
Typische Fehler bei der Reinigung mit Hausmitteln
Die häufigsten Fehler sind unverdünnter Essig auf Gummidichtungen, das Mischen von Natron mit Essig, Scheuermittel auf Edelstahl und die Erwartung, Hausmittel könnten alles. Wer diese vier Stolpersteine kennt, reinigt sicher.
Essig greift Gummi an und macht Dichtungen an Kühlschrank und Waschmaschine mit der Zeit porös. Für Dichtungen immer mildes Seifenwasser oder Zitronensäurelösung verwenden und danach trocken wischen.
Der zweite Klassiker: Natron und Essig zusammen anrühren, weil es schäumt. Das Schaumschauspiel ist genau das Problem. Base und Säure neutralisieren sich gegenseitig, übrig bleibt Wasser mit etwas Salz und kaum Reinigungswirkung. Nutze beide Mittel nacheinander, nie gleichzeitig. Der dritte Fehler betrifft die Oberflächen: Scheuermilch und raue Schwämme hinterlassen auf Edelstahlfronten und Glaskeramikfeldern feine Kratzer, in denen sich neuer Schmutz noch schneller festsetzt. Und schließlich die ehrliche Grenze: Gegen hartnäckigen Schimmel in tiefen Dichtungsfalten oder verharzte Rückstände in jahrelang vernachlässigten Geräten stoßen Hausmittel an ihre Grenzen. Dann ist ein gezieltes Spezialprodukt oder im Fall von Schimmel an der Waschmaschine gegebenenfalls sogar der Dichtungstausch die sinnvollere Lösung.
Fazit: Sauber, sparsam und langlebig mit wenigen Hausmitteln
Wie reinigt man Haushaltsgeräte richtig? Mit fünf Hausmitteln, klaren Intervallen und ein paar Grundregeln. Zitronensäure gegen Kalk, Natron gegen Fett und Gerüche, Essig nur verdünnt und fern von Gummi, dazu Soda für Starkverschmutzungen und Kernseife für alles Empfindliche. Mehr braucht es für Kühlschrank, Waschmaschine, Spülmaschine, Backofen und Co. nicht.
Die Mühe zahlt sich doppelt aus. Ein abgetauter Gefrierschrank spart bis zu 15 Prozent Strom gegenüber einem vereisten, und jedes ersetzte Spezialprodukt entlastet das Abwasser, das laut Umweltbundesamt jährlich rund 1,5 Millionen Tonnen Wasch- und Reinigungsmittel aus deutschen Haushalten aufnimmt. Deine Geräte laufen effizienter, halten länger und du gibst weniger Geld für Chemie aus.
Fang mit einem Gerät an, am besten mit dem, das dich gerade nervt. Der Rest wird Routine, und zwar eine, die weniger Zeit kostet, als du denkst.
Häufige Fragen
Wie oft sollte man Haushaltsgeräte reinigen?
Das hängt vom Gerät ab. Mikrowelle und Siebe des Geschirrspülers reinigst du am besten wöchentlich, den Kühlschrank etwa monatlich. Entkalken und Abtauen sind meist nur halbjährlich nötig, bei hartem Wasser auch öfter.
Wie reinigt man Haushaltsgeräte am besten mit Hausmitteln?
Zitronensäure löst Kalk in Wasserkocher, Waschmaschine und Spülmaschine. Natron wirkt gegen Fett und Gerüche im Backofen und Kühlschrank. Essig verwendest du nur verdünnt und niemals auf Gummidichtungen, weil er das Material porös machen kann.
Welche 5 Basis-Reiniger reichen für den gesamten Haushalt aus?
Für die Geräte in diesem Ratgeber reichen fünf Hausmittel: Zitronensäure, Essig, Natron, Soda und Kernseife. Die Verbraucherzentrale nennt für den übrigen Hausputz vier Mittel: Handspülmittel, neutralen Allzweckreiniger, Scheuerpulver und Essigreiniger oder Zitronensäure. Beides zusammen ersetzt fast alle Spezialreiniger.
Warum erhöht eine Eisschicht im Gefrierschrank den Stromverbrauch?
Eis wirkt wie eine Isolierschicht zwischen Verdampfer und Innenraum. Der Kompressor muss länger laufen, um die Zieltemperatur zu halten. Laut Verbraucherzentrale Baden-Württemberg (2025) steigt der Stromverbrauch durch eine Eisschicht von nur einem Zentimeter um bis zu 15 Prozent.
Wie reinigt man die Dichtungen von Kühlschrank und Waschmaschine richtig?
Reinige Gummidichtungen mit mildem Seifenwasser und einem weichen Tuch, nicht mit unverdünntem Essig. Trockne die Dichtung danach gründlich ab, damit sich in den Falten kein Schimmel bildet.
Wie reinigt man Haushaltsgeräte, ohne die Garantie zu gefährden?
Halte dich an die Pflegehinweise in der Bedienungsanleitung deines Geräts. Verzichte auf aggressive Säuren, Scheuermittel und Drahtschwämme, denn Schäden durch unsachgemäße Reinigung sind von der Garantie oft ausgeschlossen.
Wie reinigt man die Waschmaschine richtig?
Nach jedem Waschgang Tür und Waschmittelfach offen lassen und die Gummidichtung trocken wischen. Das Flusensieb regelmäßig reinigen. Etwa einmal im Monat eine 60-Grad-Wäsche mit pulverförmigem Vollwaschmittel laufen lassen, am besten mit Weißwäsche. Essig gehört nicht an die Dichtungen. Zitronensäure nur zum Entkalken und nach Herstellerangabe, nicht als Allzweck-Maschinenreiniger.
Wie reinigt man den Backofen mit Hausmitteln?
Gegen Fett und Eiweißreste wirkt eine Base, keine Säure. Natron mit wenig Wasser zu einer Paste anrühren, auf die verschmutzten Flächen streichen, nicht auf Heizstäbe oder Lüfter, und einwirken lassen. Danach feucht abwischen. Essig löst Eingebranntes kaum, weil er eine Säure ist.
Wie reinigt man den Geschirrspüler?
Zuerst das Sieb am Boden herausdrehen und unter Wasser abbürsten, danach die Düsen der Sprüharme prüfen. Türdichtung und Bodenrahmen feucht auswischen, nicht mit unverdünntem Essig. Zum Entkalken Zitronensäure nur nach Herstellerangabe und nicht im heißesten Programm verwenden, weil sich sonst schwer lösliches Calciumcitrat bilden kann.
Quellen
- Umweltbundesamt: Reinigung im Haushalt umweltbundesamt.de
- Verbraucherzentrale: Wenn die Waschmaschine müffelt verbraucherzentrale.de
- Verbraucherzentrale: Wäsche waschen, bewährte Waschmittel verbraucherzentrale.de
- VerbraucherService Bayern: Waschmaschinen richtig pflegen verbraucherservice-bayern.de
- Kompetenzzentrum Hauswirtschaft (KoHW): Reinigen mit Hausmitteln stmelf.bayern.de
- BR Bayern 1: Backofen reinigen mit Hausmitteln br.de
- ZDF heute: Zitronensäure im Haushalt (Verbraucherzentrale Hamburg) zdfheute.de
- Verbraucherzentrale: Umweltfreundliche Putzmittel, vier Mittel reichen verbraucherzentrale.de
- Verbraucherzentrale Baden-Württemberg: Eisschicht im Gefrierfach verbraucherzentrale-bawue.de
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt und redaktionell überprüft. Enthaltene Bilder wurden mittels KI generiert. Mehr erfahren






