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Wie reinigt man Haushaltsgeräte richtig? Hausmittel statt Chemie

Aktualisiert 14 Min.
Wie reinigt man Haushaltsgeräte mit Hausmitteln: Zitronensäure, Natron und Essig auf einer Küchenzeile
Wie reinigt man Haushaltsgeräte mit Hausmitteln: Zitronensäure, Natron und Essig auf einer Küchenzeile KI-generiert

Der Kühlschrank summt verdächtig laut, im Gefrierfach hat sich eine fingerdicke Eisschicht gebildet, und die Waschmaschine riecht nach dem Öffnen der Tür muffig. In genau diesem Moment steht im Schrank meist ein ganzes Arsenal an Spezialreinigern, und keines davon fühlt sich richtig an. Wie reinigt man Haushaltsgeräte also so, dass sie sauber werden, länger halten und dabei weder Oberflächen noch Umwelt leiden?

Die Antwort ist einfacher als das Regal voller Chemie vermuten lässt. Für fast alle Geräte in Küche und Haushalt reichen fünf Hausmittel aus, die du richtig dosiert und am richtigen Ort einsetzt. Dieser Ratgeber zeigt dir, wie du Haushaltsgeräte richtig reinigst, welche Mittel zu welchem Schmutz passen, welche Intervalle sinnvoll sind und wo die typischen Fehler lauern, die teuer werden können. Dazu bekommst du belegte Zahlen zu Stromverbrauch und Abwasserbelastung, denn sauber putzen und sparsam wohnen hängen direkt zusammen.

Zusammenfassung: Haushaltsgeräte richtig reinigen

  • Grundregel: Vor jeder Reinigung den Stecker ziehen, milde Mittel und weiche Tücher verwenden, Herstellerhinweise beachten.
  • Hausmittel statt Chemie: Zitronensäure gegen Kalk, Natron gegen Fett und Gerüche, Essig nur verdünnt und nicht auf Gummi.
  • Strom sparen: Eine Eisschicht von einem Zentimeter im Gefriergerät kann den Stromverbrauch um bis zu 15 Prozent erhöhen.
  • Intervalle: Wöchentlich Siebe und Mikrowelle, monatlich Kühlschrank, halbjährlich entkalken und abtauen.

Wie reinigt man Haushaltsgeräte richtig und schonend?

Die wichtigste Regel beim Reinigen von Haushaltsgeräten lautet: Strom aus, mildes Hausmittel, weiches Tuch, Herstellerhinweise beachten. Wer diese vier Punkte einhält, kann kaum etwas falsch machen und riskiert weder Kratzer noch Garantieverlust.

Vor jeder Reinigung trennst du das Gerät vom Stromnetz. Bei Kühlschrank und Gefrierschrank heißt das Stecker ziehen, beim Backofen reicht das Ausschalten an der Sicherung, wenn du gründlich arbeiten willst. Wasser und Strom vertragen sich nicht, und Feuchtigkeit in Bedienelementen ist eine der häufigsten Ursachen für Elektronikschäden.

Für die Reinigung selbst gilt: So wenig wie möglich, so viel wie nötig. Ein weiches Mikrofasertuch, lauwarmes Wasser und ein Spritzer Spülmittel lösen die meisten Verschmutzungen. Erst wenn das nicht reicht, kommen Zitronensäure, Natron oder Essig zum Einsatz. Die Bedienungsanleitung deines Geräts sagt dir außerdem, welche Mittel der Hersteller freigibt. Diese Angaben sind auch für die Garantie relevant, denn Schäden durch ungeeignete Reiniger sind häufig ausgeschlossen.

Wie reinigt man Haushaltsgeräte, ohne sie zu beschädigen?

Du schützt deine Geräte, indem du auf drei Dinge verzichtest: Scheuermittel auf empfindlichen Oberflächen, unverdünnte Säuren auf Gummi und Drahtschwämme überall. Edelstahlfronten putzt du immer in Richtung der Schleifstruktur, Glaskeramik nur mit dafür vorgesehenen Klingen oder weichen Tüchern. Displays und Touchfelder wischst du mit einem kaum feuchten Tuch ab, niemals nass und niemals mit direkt aufgesprühtem Reiniger. Sprühe das Mittel immer auf das Tuch, nie auf das Gerät. So verhinderst du, dass Flüssigkeit in Fugen und Bedienelemente läuft.

Warum lohnen sich Hausmittel statt chemischer Reiniger?

Hausmittel lohnen sich dreifach: Sie entlasten das Abwasser, kosten nur einen Bruchteil von Spezialreinigern und erfüllen dieselbe Aufgabe bei den meisten Verschmutzungen in Haushaltsgeräten.

1,5 Mio. t
Wasch- und Reinigungsmittel kaufen private Haushalte in Deutschland pro Jahr (Umweltbundesamt)
5
Basis-Reiniger reichen für den gesamten Haushalt

Was bewirken Spezialreiniger im Abwasser?

Die Menge ist beträchtlich: Laut Umweltbundesamt kaufen private Haushalte in Deutschland jährlich rund 1,5 Millionen Tonnen Wasch- und Reinigungsmittel, deren Inhaltsstoffe größtenteils über das Abwasser entsorgt werden. Tenside, Duftstoffe und Konservierungsmittel landen in Kläranlagen und teilweise in Gewässern. Jeder Spezialreiniger, den du durch Zitronensäure oder Natron ersetzt, reduziert diese Belastung ein Stück. Ähnlich wie beim schonenden Reinigen von Fensterrahmen gilt: Das milde Mittel reicht fast immer, das aggressive selten.

Sparen Hausmittel wirklich Geld?

Ja, und zwar spürbar. Ein Kilogramm Zitronensäurepulver kostet im Handel nur wenige Euro und reicht für Dutzende Entkalkungsgänge, während flüssige Spezialentkalker pro Anwendung deutlich teurer sind. Natron und Soda bekommst du für Centbeträge pro Einsatz. Rechnest du über ein Jahr, liegen die Ersparnisse eines typischen Haushalts bei den Reinigern für Geräte und Küche im zweistelligen Eurobereich, ohne dass du auf Sauberkeit verzichtest.

Die 5 Basis-Reiniger für alle Haushaltsgeräte

Die 5 Basis-Reiniger für alle Haushaltsgeräte
KI-generiert

Für die Reinigung aller Haushaltsgeräte brauchst du nur fünf Mittel: Zitronensäure, Essig, Natron, Soda und Kernseife. Damit ersetzt du einen ganzen Schrank voller Spezialchemie.

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Definition: Basis-Reiniger

Basis-Reiniger sind wenige, vielseitig einsetzbare Mittel, mit denen sich nahezu alle Verschmutzungen im Haushalt lösen lassen. Sie ersetzen spezialisierte Produkte für jedes einzelne Gerät und reduzieren so Chemikalieneintrag und Kosten.

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Zitronensäure

Löst Kalk in Wasserkocher, Waschmaschine und Spülmaschine. Schonender zu Dichtungen als Essig.

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Natron

Wirkt gegen Fett, eingebrannte Rückstände und Gerüche, ideal für Backofen und Kühlschrank.

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Essig, Soda, Kernseife

Essig verdünnt gegen Kalkablagerungen, Soda gegen starkes Fett, Kernseife als milde Universalreinigung.

Welches Hausmittel passt zu welchem Schmutz?

Die Zuordnung folgt einer einfachen Logik: Säure löst Kalk und mineralische Ablagerungen, Basen lösen Fett und Eiweiß. Zitronensäure und Essig gehören zur ersten Gruppe, Natron, Soda und Kernseife zur zweiten. Beim Organisieren deiner Küche lohnt es sich, genau diese fünf Mittel griffbereit zu lagern, dann brauchst du nicht für jedes Gerät ein eigenes Fläschchen.

HausmittelWirkt gegenTypische GeräteVorsicht bei
ZitronensäureKalk, WasserfleckenWasserkocher, Waschmaschine, SpülmaschineÜberdosierung bei emaillierten Teilen
Essig (verdünnt)Kalk, leichte FettfilmeKaffeemaschine, OberflächenGummidichtungen, Naturstein
NatronFett, Gerüche, EingebranntesBackofen, Kühlschrank, MikrowelleAluminium kann dunkel anlaufen
SodaStarkes Fett, verharzte ResteDunstabzugsfilter, BackblechNicht auf Aluminium und empfindlichen Lacken
KernseifeAllgemeiner Schmutz, PflegeOberflächen, Dichtungen (mild)Fast keine, sehr verträglich

Wie dosiert man Essig, Natron und Zitronensäure?

Die richtige Dosierung entscheidet über Wirkung und Materialsicherheit. Zitronensäure löst du zum Entkalken als einen Esslöffel Pulver auf einen Liter warmes Wasser auf, beim Wasserkocher genügt oft ein Teelöffel auf eine Füllung. Essigessenz verdünnst du mindestens im Verhältnis eins zu vier mit Wasser, Haushaltsessig kannst du eins zu eins nutzen. Natron rührst du für den Backofen mit wenig Wasser zu einer streichfähigen Paste an. Mehr hilft hier nicht mehr, denn Überschüsse musst du später mühsam abspülen.

Kühlschrank und Gefrierschrank reinigen: Strom sparen durch Pflege

Ein sauberer Kühlschrank ist nicht nur hygienischer, er verbraucht auch weniger Strom. Ablagerungen am Lüftungsgitter und Eis im Gefrierfach zwingen den Kompressor zu Mehrarbeit.

Kühlschrank richtig reinigen: Innenraum, Tauwasserablauf, Lüftungsgitter

Wenn du deinen Kühlschrank richtig reinigen willst, gehst du in drei Schritten vor. Zuerst räumst du ihn komplett aus und prüfst die Lebensmittel auf Haltbarkeit. Dann wischst du Innenraum, Abstellfächer und Glasplatten mit warmem Wasser und einem Spritzer Essig oder etwas Natron ab. Das desodoriert und löst Fettfilme. Zum Schluss widmest du dich den zwei vergessenen Stellen: dem Tauwasserablauf an der Rückwand innen, den du mit einem Wattestäbchen oder einem Pfeifenreiniger freihältst, und dem Lüftungsgitter samt Kondensatorschlangen an der Geräterückseite. Staub dort wirkt wie eine Wärmeschicht und lässt den Kompressor länger laufen. Ein Staubsauger mit Fugendüse erledigt das in zwei Minuten.

Die Türdichtung reinigst du mit mildem Seifenwasser und trocknest sie gründlich ab. Prüfe gleich mit, ob sie noch überall anliegt. Eine undichte Dichtung lässt warme Luft eindringen und treibt den Verbrauch spürbar hoch.

Warum kostet eine Eisschicht im Gefrierfach Strom?

Eis isoliert. Bildet sich eine Schicht zwischen Verdampfer und Innenraum, muss der Kompressor deutlich länger arbeiten, um die Zieltemperatur zu erreichen. Eine Eisschicht von nur einem Zentimeter kann den Stromverbrauch eines Gefriergeräts um bis zu 15 Prozent steigen lassen. Bei einem älteren Gerät mit 300 Kilowattstunden Jahresverbrauch sind das schnell 45 zusätzliche Kilowattstunden.

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Fakt

Ein Zentimeter Eis im Gefrierfach kann bis zu 15 Prozent mehr Strom kosten. Rechne das auf den Strompreis hoch, und das regelmäßige Abtauen ist eine der einfachsten Sparmaßnahmen im Haushalt.

Zum Abtauen räumst du das Gerät leer, ziehst den Stecker und stellst eine Schüssel mit heißem Wasser hinein. Keinesfalls mit Messer oder Spachtel am Eis kratzen, denn ein beschädigter Verdampfer bedeutet meist das Gerätende.

Wie pflegt man Waschmaschine und Geschirrspüler mit Hausmitteln?

Backofen, Mikrowelle und Dunstabzugshaube gründlich reinigen
KI-generiert

Beide Geräte pflegst du nach demselben Prinzip: monatlich ein heißer Leerlauf mit Zitronensäure, dazu regelmäßig Filter, Siebe und Dichtungen säubern. Das verhindert Kalk, Gerüche und teure Reparaturen.

Waschmaschine mit Hausmitteln reinigen: Trommel, Dichtung, Filter

Wenn du deine Waschmaschine mit Hausmitteln reinigen willst, startest du einen Leerlauf bei 60 Grad mit zwei Esslöffeln Zitronensäure direkt in der Trommel. Das löst Kalk von Heizstab und Trommel und beseitigt Waschmittelreste, die sonst muffig riechen. Die Türmanschette wischst du anschließend mit mildem Seifenwasser aus, besonders in den unteren Falten, wo sich Flusen und Restwasser sammeln. Das Flusensieb unten am Gerät öffnest du bei ausgeschalteter Maschine, legst ein flaches Gefäß und ein Tuch bereit und lässt das Restwasser ablaufen. Fremdkörper wie Münzen und Haarklammern holst du heraus, denn sie sind eine häufige Ursache für Pumpenschäden.

Zwei Gewohnheiten halten die Maschine dauerhaft frisch: Tür und Waschmittelfach nach jedem Waschgang offen lassen und die Temperatur nicht dauerhaft niedrig fahren. Wer nur bei 30 oder 40 Grad wäscht, sollte regelmäßig einen 60-Grad-Gang einlegen, sonst siedeln sich Bakterien in den Ablagerungen an. Übrigens sparst du über 35 Prozent Strom pro Waschgang, wenn du von 40 auf 30 Grad senkst. Der richtige Mix aus niedrigen Alltagstemperaturen und gelegentlichen Heißgängen ist also die sparsamste Strategie.

Geschirrspüler effektiv reinigen: Siebe und Sprüharme

Wenn du deinen Geschirrspüler effektiv reinigen willst, beginnst du am Boden des Innenraums. Das Sieb drehst du heraus, spülst es unter fließendem Wasser ab und bürstest feste Reste mit einer alten Zahnbürste los. Wöchentlich reicht hier meist ein kurzer Blick, monatlich die gründliche Reinigung. Die Sprüharme ziehst du ab und prüfst die Düsen: Verkalkte Öffnungen stocherst du mit einem Zahnstocher frei, dann spülst du die Arme durch. Danach läuft ein Leergang auf dem heißesten Programm mit einer Schüssel Essig oder Zitronensäurelösung auf dem oberen Korb. Die Türdichtung und den Rahmen am Boden, dort wo sich gern ein Schmierfilm bildet, wischst du zum Abschluss feucht aus.

Entkalkungsprogramm Schritt für Schritt:

  1. Sieb herausdrehen und unter Wasser abbürsten.
  2. Sprüharme abnehmen, Düsen mit Zahnstocher freimachen.
  3. Leergang auf heißestem Programm mit Zitronensäure oder Essig.
  4. Türdichtung und Bodenrahmen feucht auswischen, trocknen lassen.

Backofen, Mikrowelle und Dunstabzugshaube gründlich reinigen

Backofen, Mikrowelle und Dunstabzugshaube reinigst du am effektivsten mit Natron gegen Fett und Dampf zum Anlösen. Ganz ohne ätzende Sprays und ohne Atemwege zu belasten.

Backofen gründlich reinigen mit Natronpaste

Um den Backofen gründlich reinigen zu können, rührst du drei Esslöffel Natron mit wenig Wasser zu einer Paste und streichst sie auf die verschmutzten Flächen. Nicht auf die Heizstäbe und nicht auf die Lüfteröffnungen. Die Paste lässt du über Nacht einwirken, am nächsten Morgen wischst du den gelösten Schmutz mit einem feuchten Tuch heraus. Hartnäckige Stellen sprühst du mit etwas verdünntem Essig nach, es schäumt kurz auf, und der Rest lässt sich ablösen. Backbleche legst du für eine Stunde in heißes Wasser mit einem Esslöffel Soda. Wer einen Selbstreinigungsmodus (Pyrolyse) hat, sollte wissen: Er funktioniert, verbraucht aber pro Durchlauf spürbar Strom und ist für eingebrannte Fettecken oft gar nicht nötig.

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Tipp

Reinige den Backofen nach dem Backen, solange er noch handwarm ist. Frische Fettspritzer lösen sich mit einem feuchten Tuch und einem Tropfen Spülmittel fast von selbst, bevor sie einbrennen.

Wie wird der Fettfilter der Dunstabzugshaube sauber?

Den Metallfettfilter der Dunstabzugshaube löst du aus der Halterung und weichst ihn zwanzig Minuten in heißem Wasser mit einem Esslöffel Soda ein. Der Fettfilm löst sich fast von allein, Reste bürstest du ab. Viele Metallfilter sind spülmaschinengeeignet, prüfe das in der Anleitung. Ein verfetteter Filter schwächt die Saugleistung deutlich und ist bei offener Flamme ein echtes Sicherheitsrisiko. Für empfindliche Metallteile an Armaturen oder Beschlägen findest du übrigens auch in unserem Ratgeber zum Messing reinigen schonende Methoden, die ohne Scheuermittel auskommen.

Haushaltstipps putzen: Mikrowelle, Wasserkocher, Bügeleisen

Mikrowelle, Wasserkocher und Bügeleisen gehören zu den am häufigsten vergessenen Geräten. Für die Mikrowelle stellst du eine Schüssel mit Wasser und einem Schuss Essig hinein und lässt sie fünf Minuten auf höchster Stufe laufen. Der Dampf löst die Spritzer, du wischst nur noch nach. Der Wasserkocher bekommt eine Füllung Wasser mit einem Teelöffel Zitronensäure, aufkochen, zwanzig Minuten stehen lassen, ausspülen. Beim Bügeleisen hilft das Entkalkungsprogramm des Herstellers mit Zitronensäurelösung; eine verkrustete Bügelsohle reinigst du mit Natronpaste auf dem kalten Gerät und polierst sie trocken.

Wie reinigt man Haushaltsgeräte regelmäßig? Intervalle im Überblick

Haushaltsgeräte regelmäßig reinigen heißt: kleine Einheiten oft statt Großaktion selten. Wöchentlich kommen Siebe und Mikrowelle dran, monatlich Kühlschrank und Waschmaschinen-Leerlauf, halbjährlich Entkalken und Abtauen.

Zeit ist dabei für viele der limitierende Faktor. Laut ExtraSauber Putzstudie (2026) verbringen Frauen in Deutschland durchschnittlich 3,1 Stunden pro Woche mit Putzen, Männer 2,0 Stunden. Ein fester Rhythmus mit kurzen Einheiten von fünf bis fünfzehn Minuten je Gerät hält den Aufwand überschaubar und verhindert, dass sich Verschmutzungen erst festsetzen. Gerade die kleinen Pflegeschritte, wie das Auswischen der Dichtung nach dem Waschen oder das Freihalten des Tauwasserablaufs, kosten kaum Zeit und ersparen dir später die aufwendige Grundreinigung.

Checkliste: Dein Putzplan für Haushaltsgeräte

Wöchentlich: Spülmaschinensieb abspülen, Mikrowelle auswischen, Backofen grob auswischen
Monatlich: Kühlschrank innen reinigen, Waschmaschinen-Leerlauf mit Zitronensäure, Fettfilter der Abzugshaube
Monatlich: Flusensieb der Waschmaschine prüfen, Sprüharme der Spülmaschine kontrollieren
Halbjährlich: Gefrierfach abtauen, Wasserkocher und Kaffeemaschine entkalken, Lüftungsgitter absaugen
Laufend: Dichtungen nach Feuchtigkeit und Schimmel checken, Türen zum Trocknen offen lassen

Typische Fehler bei der Reinigung mit Hausmitteln

Die häufigsten Fehler sind unverdünnter Essig auf Gummidichtungen, das Mischen von Natron mit Essig, Scheuermittel auf Edelstahl und die Erwartung, Hausmittel könnten alles. Wer diese vier Stolpersteine kennt, reinigt sicher.

⚠️
Achtung

Essig greift Gummi an und macht Dichtungen an Kühlschrank und Waschmaschine mit der Zeit porös. Für Dichtungen immer mildes Seifenwasser oder Zitronensäurelösung verwenden und danach trocken wischen.

Der zweite Klassiker: Natron und Essig zusammen anrühren, weil es schäumt. Das Schaumschauspiel ist genau das Problem. Base und Säure neutralisieren sich gegenseitig, übrig bleibt Wasser mit etwas Salz und kaum Reinigungswirkung. Nutze beide Mittel nacheinander, nie gleichzeitig. Der dritte Fehler betrifft die Oberflächen: Scheuermilch und raue Schwämme hinterlassen auf Edelstahlfronten und Glaskeramikfeldern feine Kratzer, in denen sich neuer Schmutz noch schneller festsetzt. Und schließlich die ehrliche Grenze: Gegen hartnäckigen Schimmel in tiefen Dichtungsfalten oder verharzte Rückstände in jahrelang vernachlässigten Geräten stoßen Hausmittel an ihre Grenzen. Dann ist ein gezieltes Spezialprodukt oder im Fall von Schimmel an der Waschmaschine gegebenenfalls sogar der Dichtungstausch die sinnvollere Lösung.

Fazit: Sauber, sparsam und langlebig mit wenigen Hausmitteln

Wie reinigt man Haushaltsgeräte richtig? Mit fünf Hausmitteln, klaren Intervallen und ein paar Grundregeln. Zitronensäure gegen Kalk, Natron gegen Fett und Gerüche, Essig nur verdünnt und fern von Gummi, dazu Soda für Starkverschmutzungen und Kernseife für alles Empfindliche. Mehr braucht es für Kühlschrank, Waschmaschine, Spülmaschine, Backofen und Co. nicht.

Die Mühe zahlt sich doppelt aus. Ein abgetauter Gefrierschrank spart bis zu 15 Prozent Strom gegenüber einem vereisten, und jedes ersetzte Spezialprodukt entlastet das Abwasser, das laut Umweltbundesamt jährlich rund 1,5 Millionen Tonnen Wasch- und Reinigungsmittel aus deutschen Haushalten aufnimmt. Deine Geräte laufen effizienter, halten länger und du gibst weniger Geld für Chemie aus.

Fang mit einem Gerät an, am besten mit dem, das dich gerade nervt. Der Rest wird Routine, und zwar eine, die weniger Zeit kostet, als du denkst.

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Häufige Fragen

Das hängt vom Gerät ab. Mikrowelle und Siebe des Geschirrspülers reinigst du am besten wöchentlich, den Kühlschrank etwa monatlich. Entkalken und Abtauen sind meist nur halbjährlich nötig, bei hartem Wasser auch öfter.

Zitronensäure löst Kalk in Wasserkocher, Waschmaschine und Spülmaschine. Natron wirkt gegen Fett und Gerüche im Backofen und Kühlschrank. Essig verwendest du nur verdünnt und niemals auf Gummidichtungen, weil er das Material porös machen kann.

Laut NABU genügen fünf Basis-Reinigungsmittel für den ganzen Haushalt: Spülmittel, Spülmaschinenreiniger, Allzweckreiniger, Badreiniger und Scheuermilch. Ergänzt um Zitronensäure und Natron ersetzt du damit fast alle Spezialreiniger.

Eis wirkt wie eine Isolierschicht zwischen Verdampfer und Innenraum. Der Kompressor muss länger laufen, um die Zieltemperatur zu halten. Laut Verbraucherzentrale Baden-Württemberg (2025) steigt der Stromverbrauch durch eine Eisschicht von nur einem Zentimeter um bis zu 15 Prozent.

Reinige Gummidichtungen mit mildem Seifenwasser und einem weichen Tuch, nicht mit unverdünntem Essig. Trockne die Dichtung danach gründlich ab, damit sich in den Falten kein Schimmel bildet.

Halte dich an die Pflegehinweise in der Bedienungsanleitung deines Geräts. Verzichte auf aggressive Säuren, Scheuermittel und Drahtschwämme, denn Schäden durch unsachgemäße Reinigung sind von der Garantie oft ausgeschlossen.

Quellen

  1. Umweltbundesamt (UBA): Wasch- und Reinigungsmittel
  2. Verbraucherzentrale Baden-Württemberg
  3. NABU (Naturschutzbund Deutschland)
  4. ExtraSauber Putzstudie 2026

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt und redaktionell überprüft. Enthaltene Bilder wurden mittels KI generiert. Mehr erfahren

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